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HINWEIS: Diese Geschichte ist frei erfunden!


                *** Ein zarter Hauch... ***

"Fühlst Du schon was?"

Die Frage von Anne riß mich aus meinen Gedanken: "W-as? Achso. Nein..." Ich schüttelte den Kopf.
Nein - ich fühlte nichts. Wirklich nicht. Oder doch? Nein ... das war nur der Muskelkater vom
letzten Shopping-Ausflug mit Anne.

Ich horchte noch mal genau in mich hinein... stand auf, dehnte und streckte mich - hm: alles so
wie immer. Ein prüfender und dann etwas enttäuschter Blick begleitete mich.

"Kannst es wohl nicht erwarten, was?" fragte ich ein bischen stichelnd. Anne steckte mir die
Zunge raus. "Genau! - Wart's nur ab!"

...

Zwei Stunden später - die Flasche Rotwein war alle und wir fanden, daß ein bischen "Kuscheln"
im Bett nicht schaden könnte. Nach dem gemeinsamen ausgiebigen Duschen versteht sich. Es wurde
dann auch fast Mitternacht, als wir beide erschöpft einschliefen.

Es war eine unruhige Nacht für mich. Ich wälzte mich umher, schwitzte und fror abwechselnd, alle
paar Minuten mußte ich auf die Toilette. Dann kamen irgendwann noch Magenkrämpfe und Erbrechen
dazu, obwohl ich eigentlich kaum was gegessen hatte und schon gar nichts schlechtes...

Anne kümmerte sich rührend um mich und irgendwann gegen fünf oder sechs Uhr schlief ich völlig
erschöpft ein, geplagt von wirren Träumen.

...

Sonne? Vogelgezwitscher? Herrje - wie spät ist es denn? Mühsam gewöhnen sich meine Augen an das
Licht und ich stelle fest, daß es gegen Mittag sein muß! Habe ich aber lange geschlafen! Na kein
Wunder nach der Nacht, denke ich. Ich fühle mich ausgeruht, leicht und fast ein wenig beschwingt,
kein Kater, sonderbarerweise auch kein Hunger, was ungewöhnlich ist.

Anne? 'Anne!' - irgendwie komme ich mir vor, als ob ich noch träume... habe ich tatsächlich
gerufen? Schritte ... das vertraute Klappern von Anne Pantoletten ... die Tür geht vorsichtig
auf. In ihrem roten seidigen Morgenmantel, ein Handtuch um den Kopf geschlungen, kommt Anne
in's Zimmer und strahlt mich an: "Na - Schlafmütze! Bist Du endlich wach? Ich warte hier schon
stundenlang!" Aber sie scheint gar nicht böse darüber zu sein, wie sie es sonst manchmal ist,
wenn ich samstags verschlafe. Liebevoll schaut sie mich an, krabbelt auf ihre Seite des Bettes,
stützt den Kopf auf einen Arm und beginnt mit der anderen unter meine Bettdecke zu krabbeln.

"Na ... wollen doch mal sehen, wen wir hier finden ..." sagt sie schmunzelnd. Ich mag mich heute
nicht "wachkitzeln" lassen und flüchte lieber schnell aus dem Bett.

??! 'Was zum Teufel???' denke ich - denn nichts passiert. Da erreichen mich ihre Finger und
'ohhhh - hmmm!' fühlt sich DAS aber gut an.

Eine ganze Weile gebe ich mich diesem Gefühl hin, ein Streicheln so sinnlich und so ... zart,
so knisternd ... erotisch.

"Na, fühlt sich das GUT an? Ja? Oh ja - ich fühle es - es gefällt Dir, nicht wahr? Jaaaa...
So glatt... so zart... hhhmmmm... "

Ich will auch streicheln. Will auch meine Hände über Ihren Körper gleiten lassen, will ...!
Aber es passiert nichts! Meine Hände!? Warum bewegen sie sich nicht? Moment mal - ich habe
mich ja schon die ganze Zeit nicht bewegt! Sollte etwa doch ... ? Nein - bestimmt nicht,
das kann gar nicht sein!

"Oh doch, mein Schatz!" Anne's Stimme klingt amüsiert und ... befriedigt. "Oder sollte ich
Dich vielleicht ab heute anders nennen? Na - mir wird schon was einfallen, nicht wahr,
meine Schöne?"

'meine Schöne?' denke ich.

"Oh ja - meine Schöne!" sagt Anne (kann Sie Gedanken lesen neuerdings?) "Ich denke, dabei
bleibe ich erst mal: meine Schöne!"

Langsam macht sich Panik breit - die Erinnerung an den gestrigen Tag, das Elixier, der Ring...
OH SCHRECK! Es hat doch geklappt!?

'Anne!'

"Ja?"

'Ich bin doch nicht ... bin ich? ... ich meine ... oh nein, das kann doch nicht wirklich
sein? ...'

Da faßt mich Anne behutsam an und hebt mich hoch(!) - einfach so! Ich fühle mich so ... klein,
so ... leicht.

Bewundernd schaut sie mich an, ich fühle, daß sie stolz ist, sich freut.

"Ja." sagt sie "komm - sie Dich an!". Und dann trägt sie mich ein paar Schritte - zum Spiegel
und ich begreife es erst gar nicht so richtig, denn obwohl ich fühle, daß sie mich in ihren
Händen trägt, sehe ich im Spiegelbild nur sie! Wo bin ich?

Fast wie eine Antwort auf diese Gedanken hebt sie mich ein wenig höher, hält mich in's Sonnen-
licht und ich sehe ... Beine. Lange, fast durchsichtige, zarte Nylonbeine fangen die Sonnen-
strahlen ein und schimmern in einem feinen Glanz.

"Ja! Ja! Das bist Du! Schau Dich an! So fein ... " und ihre Stimme wird ein bischen stichelnd
und höhnisch "so leicht ... "

'Oh Gott! Das(!) bin ich! ... Ich bin ... ich...'

"Ja, sag es! Hier - schau Dich an:"

Fast flüsternd brachte ich es heraus: '... bin ... eine ... Strumpfhose(?!)'

"Ja! Jajajaja!" Und Anne tanzte im Zimmer herum, drehte und wiegte sich, preßte mich an
sich, summte glücklich und rief immer wieder: "Ja - das bist Du!! Du! Schau hin, schau Dich an,
so leicht, so zart, so durchscheinend... und Du gehörst MIR! Mir! Du bist MEINE!"

...

Ein Telefonklingeln riß uns - riß sie aus ihrem Rausch und während ihre Worte in mir immer noch
nachhallen dringen Gesprächsfetzen an mein Ohr (ein Glück, daß ich sehen und hören kann, denke
ich! Und es ist wie ein Geschenk für mich, daß ich das kann).

Dann erst wird mir bewußt, daß ich allein bin - Anne ist nebenan und telefoniert und mich hat
sie einfach so auf's Bett geworfen(!).

"... um 3 Uhr? ... " Ich liege einfach so da und kann mich nicht rühren - der Luftzug vom
offenen Fenster her streicht über meine ... Haut(?). Auf's Bett geworfen! Als ob ich ein Ding
wäre! Als wenn...

'Oh je... ' und mit einem Gemisch aus Erregung, Angst, Staunen und Amüsiertheit stellt sich
bei mir die Erkenntnis ein '... ich bin ja ein Ding! Ich bin...' so richtig gesackt ist diese
Erkenntnis immer noch nicht '... bin jetzt ... eine Strumpfhose'.

Und nach einer kleinen Weile: 'Unglaublich' - gefolgt von mentalem Kopfschütteln.

"Ja - glaub's nur!" Anne ist wieder da, schaut auf die Uhr und rubbelt sich dann die Haare,
sieht mich lächelnd an. "Und wie süß Du aussiehst!"

'Ich .. bin .. eine Strumpfhose!' kommt mir in den Sinn. Woher nur? Wieso sage ich und denke
ich das?

"Was sagst Du? Achso - ja" und sie setzt sich neben mich, nimmt mich hoch, legt mich fein
säuberlich auf's Bett - lang ausgestreckt. Und dann legt sie mich zusammen! Klapp, klapp,
dann etwas gerollt (was für ein Gefühl!) und ineinandergesteckt liege ich plötzlich als
kleiner Stoffballen da und komme mir SO hilflos vor!

"Oh jaaa!" und Anne schließt die Augen, macht ein verzücktes Gesicht. "Ja ... sooo hilflos
bist Du - meine Süße!"

Und sie nimmt mich in die Hand - ich liege auf ihrem Handteller!

"Ich kann Dich auf meiner Hand tragen, gefällt Dir das? Und auch wieder auseinanderfalten!" (was
sie dann auch prompt tut. Einfach an einer Ecke gezupft und hochgehalten und ich rolle mich
von ganz alleine auseinander. Ihr Grinsen begleitet mich dabei.

Es macht mir Angst. Ehrlich. Ich meine - wir haben darüber gesprochen und es hat mich schon
erregt dieser Gedanke, aber ich hatte nie(!) gedacht, daß es einmal wirklich so sein könnte,
ich meine ... sieh mich an! Ich sehe aus wie eine Strumpfhose! Hiiiilllffeee!!

"Shhhh... ist ja alles gut... gaaanz ruhig..." Anne streichelt mich - sie muß wohl mitbekommen
haben, wie es mir geht.

'Anne! Ich ... was habe ich getan! Ich will keine ...'

"Ruhig ruhig..." tröstet mich Anne: "... nicht aufregen. Das ist gar nicht gut meine kleine
süße Strumpfhose, gar nicht gut..." und sie streichelt mich weiter. "Du willst doch eine
liebe Strumpfhose sein... eine ganz liebe... komm - sag es! Ich bin eine schöne Strumpfhose!
Schau - hier ist ein Spiegel..."

Und sie hält mich in Richtung Spiegel.

Und die Sonne glänzt auf meinem ... hm ... Körper(?). Anne bläst die Backen auf und pustet in
meine Richtung. Ich fühle den Luftzug... und sehe im Spiegel wie ich davon hin und her bewegt
werde.

"Komm ... sag es: Ich bin eine Strumpfhose!"

Ich schlucke. (Mental zumindest)

"Ich. Bin. "

'Ich .. bin .. eine .. Strumpfhose... ich bin ... eine Strumpfhose.' Es beruhigt, das zu
hören, warum weiß ich nicht.

'Ich bin jetzt eine Strumpfhose.' Genau(!) - denke ich und sage es nochmal, denn es stimmt ja
und ich fühle mich gut, es zu sagen, also warum nicht?

Ich schaue Anne an und sehe ihren gerührten Blick, in ihren Augen glitzert es feucht, aber sie
lächelt mich lieb an und streichelt mich weiter tröstend. Dabei nickt sie bejahend zu meinen
Worten und ich fühle mich gelobt - ja(!) es ist gut, wenn sie sich freut denke ich und so etwas
wie stolz regt sich in mir.

'Ich bin eine Strumpfhose!' - "Hjaa" haucht Anne und nickt: "das bist Du."

'Ich bin froh eine Strumpfhose zu sein!" - ein weiteres Nicken.

'Ich will eine gute Strumpfhose sein!' (woher kommt das denn?)

Irgendwie oder vielmehr irgendwoher kommen mir diese Worte in den Sinn. Schöne Worte. Worte,
die ... stimmen. Ja. Die ... gut sind. Worte, die in mich ... einsinken, die einfach wahr
sind.

'Es ist schön eine Strumpfhose zu sein. Es ist wichtig, gut auszusehen für meine Trägerin.
Die Beine meiner Trägerin sollen gut aussehen. Ich will gut an ihren Beinen sitzen. Eine gute
Strumpfhose sein. Ja. Ich bin eine Strumpfhose..."

Lächelnd sieht mich Anne an, eine Träne kullert langsam an ihrer Wange herunter und ihre Lippen
bewegen sich flüsternd zu meinen Worten, die ich nun glücklich vor mich hinsumme: 'Ich liebe
es eine Strumpfhose zu sein.'

Vorsichtig legt sie mich zusammen, langsam und zärtlich (falls man das so sagen darf) und
wieder fühlt es sich so .. so ... unheimlich fremd an, so falsch! Ich meine, jetzt rollt sie
mich zusammen und steckt mich irgendwie ... ineinander - dabei habe ICH SIE doch gestern noch
im Arm gehalten und ...

Aber andererseits... 'es ist schön eine Strumpfhose zu sein'. Wie ein Mantra kommen mir diese
Worte immer wieder in den Sinn und es beruhigt mich, ich kann es irgendwie akzeptieren dadurch.

Ich werde hochgehoben und dann - Schublade auf: lande ich neben anderen Strumpfhosen, die alle
ungefähr so aussehen wie ich selbst. Anne zupft noch kurz an mir rum und mit einem süffisanten
"So meine Schöne, nun ruh' Dich erst mal aus in Deinem neuen Zuhause!" fällt die Schublade zu
und ich höre wie Anne weggehen will.

'Anne! Was soll das? Ich will doch nicht hier ...'

"Pscht!" Kommt es gedämpft aber auch sehr bestimmt von außerhalb der Schublade. "Ruhe da drinnen,
Du bist da wo alle meine Strumpfhosen sind, Du kennst doch die Schublade, oder?"

'Aber ich dachte ...'

Die Schublade geht auf, Anne schaut mich streng, aber auch etwas belustigt an. "Sag bloß,
es gefällt Dir nicht? Wer wollte denn eine Strumpfhose sein? ICH war es nicht, DU hast mir
diese Geschichten erzählt, wie schön es wäre, wenn Du meine Beine umhüllen könntest, wie nah
wir uns wären, wie erotisch Du das findest - oder? Also jetzt bist Du eine Strumpfhose, nun
benimm' Dich auch wie eine und liege hübsch still in der Schublade bis ich Dich brauche..."

Anne zögert kurz und streift dann einen Ring vom Finger (Ohja! Der Ring - ich erkenne ihn
wieder! Der Ring und das Elixier! Was hatte die alte Frau dazu gesagt? Gedanken und Gefühle
überträgt er ... oder sowas ... ach deshalb konnte sie mich "hören"... ahh)

"Ich glaube es ist besser, ich höre mir Dein Geheule eine Weile nicht an, ich lege den Ring
erstmal ab. Und wenn ich später oder irgdenwann wiederkomme, dann möchte ich eine ganz liebe
Strumpfhose vorfinden, ich denke Du weißt, was ich meine!"

Mit diesen Worten geht die Schublade zu, es wird wieder dunkel...

'Anne?'

'Anne!!?'

'Bitte Anne - es war nicht so gemeint, Anne! Komm her Anne!'

...

Ich rufe, ich bitte, ich schreie nach ihr... nichts.

Irgendwann gebe ich es auf.

Links neben mir eine Strumpfhose... rechts neben mir ... ein eigenartiger feiner Duft scheint
mich zu umgeben außerdem. Es ist dunkel. Still - Anne scheint nicht im Raum zu sein.

Was mache ich jetzt?

Ich will etwas tun! Draußen scheint die Sonne, die Hängematte im Garten ruft, und ich könnte
das Buch, was ich vor drei Tagen angefangen habe, weiterlesen. Oder ... ach es gibt so viele
Dinge! Was Anne wohl gerade tut? Meine Anne!

So etwas wie ein warmes Gefühl überkommt mich, wenn ich an sie denke.

Meine Anne. Ich will doch, daß sie schön aussieht! Warum läßt sie mich hier liegen, ich könnte
ihre Beine schmücken! Ihre schönen Beine... ein zarter Hauch an den Beinen einer schönen Frau -
das war mal eine Werbung. Oh ja: oh jaaa! Es muß sooo schön sein, ein "zarter Hauch" an ihren
Beinen zu sein.

Meine Gedanken plätschern so dahin, drehen sich mit gelegentlichen Abstechern immer um Anne,
Bilder von Frauen und insbesondere deren Beinen kommen mir in den Sinn, Pumps... hoffentlich
wird sie einen kurzen Rock tragen, meine Anne - damit man auch viel von mir sieht(!) denke ich.

...

Licht.

Anne steht da und kramt in der Schublade herum: 'Anne!' rufe ich 'Anne!!' aber sie nimmt keine
Notiz von mir. Ein paarmal hebt sie mich hoch, packt mich dann wieder zurück, sucht scheinbar
etwas. Nach einiger Zeit - ich bin mittlerweile irgendwo zwischen ein paar anderen Strumpfhosen
untergekramt und kann nur noch wenig sehen - ruft sie "Ahh - da!" und nimmt eine Strumpfhose,
faltet sie auseinander und schaut sie prüfend an. Ich kann ein Glitzern erhaschen und weiß -
diese habe ich ihr mal vor langerer Zeit geschenkt - mit einer kleinen Applikation an den
Knöcheln.

Warum nimmt sie nicht mich? 'Nimm mich Anne!!! Anne!' Ohh - ich bin neidisch auf DIE ANDERE.
'Anne... ich verspreche es... ich werde deine beste Strumpfhose sein, Anne! Bitte ...'

Hilflos muß ich mit ansehen, wie Anne sorgfältig und wie immer etwas pedantisch die Strumpf-
hose anzieht, hier und da zupft, glattstreicht, dann ein Blick in den Spiegel...

Ohh wie erregt mich ihr Anblick! Die Beine!

Dunkelheit. Die Schublade ist zu. Im Zimmer noch etwas Rumoren, dann höre ich irgendwann einen
Schlüssel klimpern und dann... Stille.

Anne ist weg! Sie ist einfach so weggegangen - und ich liege hier einfach so rum! Oh was für
ein Gefühl der Erniedrigung. Untergekramt hat sie mich, eine andere Strumpfhose genommen. Es
ist so, als würde ich gar nichts Besonderes sein für sie?!! Bin ich denn nicht etwa ihr...
tja, was bin ich denn.

Mit einem mal kommt mir dieser Gedanke. Wer bin ich? Ich liege in einer Schublade. Ich sehe
aus wie eine Strumpfhose, ich kann mich nicht bewegen, nichts. Es rebelliert in mir, es tut
weh, ich möchte schreien, weinen, gegen die Wand hämmern, irgendetwas zertrümmern... Ich liege
einfach so da.

'Wenn nun ein Einbrecher kommt?' - ein neuer Gedanke schießt mir durch den Kopf. 'Und mich
einfach mitnimmt! Oder ein Feuer! Ja - es könnte doch ein Feuer ausbrechen... Was denkt sich
Anne eigentlich!'

...

Ich weiß nicht, wie lange ich so nachgedacht habe ... irgendwann bin ich wohl etwas eingedöst
(falls man das so sagen kann)

...

Ich weiß nicht, wie lange ich dieses erste mal in der Schublade war. Manchmal wurde sie geöffnet
und Anne nahm sich eine Strumpfhose heraus. Ich sah sie dann für ein paar Sekunden. Sah, ob und
wie sie geschminkt war, wie sie ihre Haare trug, welche Bluse sie anhatte. Manchmal berührten
mich ihre Hände, wenn sie "uns" umsortierte.

Am Anfang dachte ich immer 'Ja - jetzt! Jetzt nimmt sie mich!' und ich rief nach Anne: 'Anne!
Nimm mich! Bitte Anne...' aber es tat sich nichts. Kein besonderer Blick, sie sprach nicht mit
mir, hatte sie mich vergessen?

Das auf und ab meiner Gefühle ließ langsam nach. Ich war irgendwann nur noch passiv, traurig,
allein. Dann ließ selbst das Schmollen nach. Leere.

Haus? Garten? Lesen? Fernsehen? Autofahren? Alles nicht mehr wichtig... langsam trennte ich mich
innerlich davon. Es gehörte nicht mehr zu mir. Sollte ich denn alles verlieren?

Nun, zumindest hatte ich die Hoffnung. Die Hoffnung, daß Anne - ohja, alle meine Gedanken
drehten sich um Anne - mich tragen würde, daß IRGENDETWAS geschah, ...

...

"... und stell Dir nur vor Anne, Du könntest mich dann einfach so zu Deinen anderen Strumpfhosen
in die Schublade dort legen ..."

Anne's Stimme drang gedämpft zu mir in "meine Schublade". Es klang so, als ob sie etwas vorlas.
"... und ich könnte nichts tun, wäre völlig hilflos, ein Ding einfach. Ein Gegenstand."

Die Schublade geht auf, Anne steht da, ein kleines Büchlein in der Hand. Prüfend schaut sie mich
an, etwas traurig finde ich... aber sie sieht mich an! Ohhh wie ich sie liebe meine Anne!
Könnte ich sie doch nur in die Arme schließen, sie küssen, sie streicheln, sie ... meine Anne.

Behutsam nimmt mich Anne und trägt mich zu unserem Bett, ... naja ... jetzt wohl eher IHREM
Bett. Oh... die schöne Satinbettwäsche ist aufgezogen! Liebevoll streicht sie über meinen
"Körper" und spielerisch breitet sie mich auf dem Bett aus, streicht mich glatt.

Ich bemerke, daß sie den Ring trägt, aber ich sage nichts, ich will diesen Moment nicht zer-
stören, will ihn genießen: denn sie sieht mich an, sie beschäftigt sich mit mir, ich bin bei
meiner Anne - oh ist das schön!

Anne legt sich neben mich und blättert in ihrem Buch (was hat sie da aufgeschrieben?):

"Und weißt Du noch Peter?" fragt sie mich: "ach nein ... weißt Du noch, meine Süße?" und sie
macht einen Kußmund in meine Richtung und dehnt die letzten Worte ein bischen - "weißt Du noch,
was ich gesagt habe? Quatsch habe ich gesagt - Du spinnst ja! Doch doch! Hast Du gesagt und dann,
warte mal..."

und sie blättert ein bischen, sucht: "Hier: ich hab's mir nämlich aufgeschrieben:" (oh Gott,
sie hat es aufgeschrieben, in einem Buch? Mir wird ganz anders, als ich das höre)

"Doch doch! Und stell Dir vor Anne,... - und dabei hast Du mich gestreichelt, weißt Du noch? -
... das einzige, an das ich noch denke, das bist du!"

"Also ich würde toben und - ach weiß ich was... habe ich damals gesagt" erinnert sich Anne und
streichelt mich ein bischen "aber Du hast gesagt: ja sicher - ich sicher auch. Ich meine" Anne
schaut in ihr "Tagebuch": "... Überleg mal: da liege ich dann zwischen all den anderen
Strumpfhosen in einer Schublade und Du machst die einfach zu und gehst weg!"

Anne unterbricht und schaut träumerisch in die Ferne. "Weißt Du noch, ... der Gedanke muß
dir seeehr gefallen haben, ..."

Oh ja - denke ich und erinnere mich... es war mir fast ein bischen peinlich.

"Naja!" Anne liest weiter: "Und stell Dir vor: wenn Du das nächstemal eine Strumpfhose nimmst,
dann wählst Du nicht etwa mich, sondern eine andere! Klapp: Schublade zu und Du gehst!"

'Und das hast Du ja auch gemacht!' entfährt es mir. Ohje - jetzt ist sie sauer auf dich denke
ich und ziehe schon mal den Kopf ein.

"Ja." Anne lächelt. "Ja meine Schöne - auch so etwas was Du mir erzählt hast, nicht wahr? Du
wolltest nicht mehr bei deinem Namen genannt werden, sondern als das angesprochen werden, was
Du dann bist: eine Strumpfhose. Na wie gefällt es Dir jetzt, Strumpfhose? Aber ich finde "meine
Schöne" oder "meine Süße" noch besser... Wie auch immer. Laß mal weiterlesen. ... Nach einer
Weile werde ich dann bestimmt langsam ruhiger werden. Vielleicht ein paar Tage oder so... und
die Wut wird verraucht sein. Und stell Dir vor... eine Strumpfhose denkt bestimmt auch ganz
anders und so würde ich dann langsam immer mehr von den "Menschendingen" vergessen und mehr
und mehr and für mich wichtige Dinge denken: an deine Beine zum Beispiel, daran, daß ich als
Strumpfhose ja gut an Dir aussehen muß..." Anne kichert: "Weißt Du noch, damals habe ich vor
Lachen losgeprustet!"

Ja, das hatte sie wirklich, ich erinnere mich.

"Das habe ich Dir noch gar nicht erzählt, nicht wahr? Ich habe für Dein Elixier noch ein paar
Extra-Wünsche geäußert."

Extra-Wünsche?

"Und das ist einer davon. Paß auf: Mit der Zeit wirst Du tatsächlich, wie Du es mir gesagt hast,
immer mehr wie eine Strumpfhose denken und fühlen. Du wirst Dich an Dein früheres Leben wie in
einem Traum erinnern, Lesen und Schreiben wird Dir immer schwerer fallen... hier schau mal,
kannst Du noch lesen?"

Und sie hält mir das aufgeklappte Buch hin. Na klar kann ich lesen! Da steht... also...
Ich erkenne deutlich, daß da Buchstaben stehen, manche sind größer als andere, es gibt unter-
strichene Passagen.

'Strumpfhose!' rufe ich - ein Wort habe ich erkannt.

"Ja" Anne lächelt... "und der Rest?"

Ich gebe mir Mühe. Wirklich. Hier und da ein Wort. "Beine" und "Knie" kann ich lesen, "Pumps"
und noch ein paar Wörter. Aber ganze Sätze? Keine Chance.

"Genau... siehst Du? Es ist schon so, wie ich es sagte. Du weißt, daß Du es mal konntest, nicht?
Aber es geht nicht mehr. Ein paar Wörter wirst Du immer mal wieder mit Mühe entziffern können,
aber nur solche, die dich als Strumpfhose "interessieren". Gut nicht? Und auch das mit dem
Mantra hat geklappt, stimmts? Hier... warte... hier stehts: Und im Hinterkopf wird immer mal
wieder ein Gedanke aufblitzen "Ich bin eine Strumpfhose" und so etwas in der Art und es wird
mir leicht fallen, es auszusprechen, ja fast aufzusagen wie eine Art Mantra und andere Wörter,
insbesondere schwieriege, werden immer mehr aus meinen Gedanken verschwinden, bis ich nur noch
mit Mühe einfache Sätze sagen kann - und mich nur noch über Dinge unterhalten kann, die in
meinem Strumpfhosenleben eine Rolle spielen.... Was soll denn das sein? Habe ich damals gefragt,
weißt Du noch?"

Ja. Ich weiß. Ich erinnere mich daran. Sie hatte es aufgeschrieben! Und jetzt wurde mir
bewußt, daß es tatsächlich geschah... ich wurde tatsächlich zu dem, was ich ihr einst als
Phantasie beschrieben hatte.

Ohh das Streicheln! Anne ließ ein Bein langsam über meine glatte "Haut" gleiten, ich war total
in diesem Gefühl gefangen ... ein Bein! Sie hatte bestimmt geduscht, ich roch das. Oh ich
liebe diese Beine, jaaaa!

'Oh es ist so schön eine Strumpfhose zu sein... laß mich für immer Deine Strumpfhose sein,
bitte, jaaa. Ein zarter Hauch an deinen Beinen... ich bin eine Strumphose, ich ...'

Anne unterbrach mich: "Gut gut!" und kicherte dann. Langsam wurde mir bewußt, was gerade
passiert war. Ich war beschämt, ohh - diese Erniedrigung!

Anne lächelte noch immer: "Also du siehst es meine Schöne, DAS ist es, was Du willst" und
mit ihrem Fuß streicht sie langsam über einen meiner "Füße". "DAS ist es, was in deinem
kleinen Strumpfhosen-Köpfchen jetzt die Hauptrolle spielt. Beine. Frauenbeine ... im Moment
MEINE Beine - nicht wahr? Oh jaaaa..."

Anne schließt die Augen, streichelt mich langsam weiter - ich zerspringe innerlich fast,
so erregt bin ich. Ich kann bestimmt keine Gänsehaut bekommen, aber es fühlt sich so an, es
ist so ... erniedrigend, ich fühle mich so... hilflos, so ... klein, ein Spielzeug für sie,
mit dem sie gerade spielt. Aber es fühlt sich auch so ... richtig an. So gut. Es sind schöne
Beine. Ja. Ich liebe ihre Beine. Oh bitte, zieh mich an!

"Ohhh jaaaa!" ein Seufzen von Anne reißt mich aus meiner Erregung und meinen Wünschen. Anne
hat die Augen halb geschlossen, mit einer Hand hat sie wohl bis eben noch Ihre Brust
gestreichelt (was sie sexuell mag wie ich weiß) und ein leichtes Zittern, ein Schaudern,
dann liegt sie plötzlich auf mir, küßt mich und ich fühle ihre Erregung - sie hat doch nicht
etwa ... ?

Doch, hat sie.

Ein paar Minuten später: "Oh das war aber schön... oh Du meine kleine Süße, " und sie schaut
glücklich auf mich herab und wirft mir einen Luftkuß zu "wenn Du wüßtest!"

Wie ist das denn passiert denke ich hilflos.

"Es geht tatsächlich. Oh ja. Es ist der Ring, siehst Du? Ich höre Dich nicht nur, ich fühle
es. Und zwar so stark, wie ich es will." Sie schließt die Augen und horcht in sich hinein: "Ja,
die Satinbettdecke - ich kann sie fühlen... kann fühlen, wie du dich nicht bewegen kannst,
Du fühlst Dich hilflos... nicht wahr? Oh ja ... ich bin jetzt dein ein und alles! Ich bin
jetzt sooo stark und du so schwach!"

Anne öffnet die Augen: "Ich habe es Dir nie erzählt, aber mich haben deine Phantasien angemacht.
Ich hätte es nie ausprobiert, aber manchmal habe ich mich gefragt, ob es mich nicht erregen
würde... und jetzt tut es das. Ich kann es erleben, wie du dich fühlst, was du denkst! Ich habe
den Ring fast die ganze Zeit getragen, ich habe abends hier gelegen und ich habe gefühlt, wie
es ist, zwischen den anderen Strumpfhosen zu liegen. Ich habe Deine Angst fast wie meine eigene
gespürt, daß dich ein Einbrecher stiehlt. Ich habe die Eifersucht, die du auf andere Strumpfhosen
hattest, fast körperlich gespürt..."

Ich bin sprachlos.

"Und weißt Du was?" Anne richtet sich auf und ihre Augen leuchten. "Es ist toll. Ja wirklich.
Oh ja, es gefällt mir. Mir gefällt es, deine Ohnmacht zu spüren, daß Du dich nicht bewegen
kannst und ich kann sie tatsächlich nachempfinden! Aber weißt Du was, meine Süße? ICH bin
ein Mensch, ich kann einfach den Ring absetzen und bin ich und alles ist ganz normal. ICH
kann all diese Phantasien ausleben, ich habe sie alle aufgeschrieben und ich werde alles
machen, verlaß Dich drauf! Aber DU, DU meine Schöne, DU kannst das nicht. DU bist tatsächlich
eine Strumpfhose. Oh das ist sooo toll!"

Anne nimmt mich, schüttelt mich ein wenig (was kommt jetzt - viel schlimmer kann es ja nicht
mehr werden denke ich völlig niedergeschlagen) und dann setzt sie sich hin, krempelt mich auf,
ein Fuß kommt näher - ich kann die lackierten Fußnägel erkennen...

'Nein ... oh nein...'

"Was denn?" Anne guckt amüsiert. "Was hat denn meine kleine Strumpfhose?"

Und dann gleitet ihr Fuß in mich hinein. Und ich erinnere mich überdeutlich an das, was ich
ihr als Phantasie erzählt habe.

'Bitte Anne...'

"Oh ja, Peter! Jetzt gleich... ich freue mich schon darauf, gleich..."

und ihr Fuß dringt weiter in mich ein, sie wackelt mit den Zehen, zieht mich weiter hoch
über ihren Unterschenkel - ohhhh! fühlt sich das guuut an...

"ja.. gut" Anne fühlt ja auch, was ich fühle "ja, so ist es brav, meine schöne schöne
Strumpfhose"

Jetzt der andere Fuß, hier und da gerade gezupft - und ich bin ihr dankbar, daß sie so
sorgsam darauf achtet, daß ich auch gut sitze

Anne kichert: "jaja, das ist wichtig, wirklich"

Und dann steht sie auf, zieht mich über ihre Oberschenkel und immer weiter hoch, streicht
hier und da, dann über den Po, ... so

In dem Moment, wo sie losläßt und ich mich um ihre Taille lege macht etwas KLICK in mir und
es wird zur Gewißheit:

'Ich. bin. eine. Strumpfhose. Ja.'

Anne steht auf und geht zum Spiegel und ich gehe mit - folge ihren Bewegungen, völlig
chancenlos, bin ohne eigenen Willen, hilflos. Ich fühle SIE überall, werde gedehnt und
gestreckt, fühle den Boden unter mir, ich FÜHLE wie dünn und zart ich bin:

'Ein. zarter. Hauch.'

"An den Beinen einer schönen Frau. Ja."

Anne steht vor dem Spiegel, schaut sich (und mich?) an. Streichelt verträumt ihre Beine, in
meinem Kopf ein Sausen und Brausen, Erregung, Euphorie, Hilflosigkeit, Erschrecken: was ist
mit mir passiert?

"Na, wie fühlst Du dich als Strumpfhose?" fragt Anne und blickt schelmisch in den Spiegel,
streicht dabei zärtlich über "meine Haut". "Gefällt es Dir?"

Es ist, als wäre ich durch eine Tür in einen anderen Raum gegangen. Und die Tür ist hinter mir
zugefallen. Es ist alles so ... klar jetzt. So ... einfach.

'Ich bin eine Strumpfhose'

"Jaja, ich weiß ... gefält es Dir?"

'Es ist schön eine Strumpfhose zu sein'

Die Worte kommen mir einfach so in den Sinn... Anne will ich sagen, Anne bitte, es ist zuviel,
laß mich... und was sage ich:

'Laß mich für immer deine Strumpfhose sein'
'Ich liebe es, Deine Beine zu schmücken'
'Ich bin eine Str...'

"GENUG!" - Anne stampft mit dem Fuß auf.

Abrupt stoppe ich ... meine Trägerin will es so.

Prüfend schaut Anne in den Spiegel. Streichelt mich noch ein paarmal. Ich beherrsche mich,
obwohl das leichter gesagt als getan ist. Sie will es so - denke ich. Es kommt mir überhaupt
nicht in den Sinn, ihre Autorität in Frage zu stellen. Sie ist meine Trägerin, meine Besitzerin,
ich gehöre ihr. Genau.

"Genau. Du gehörst mir meine Schöne. Vergiß das nicht!" stellt Anne amüsiert fest und zieht
sich nach ein paar Augenblicken des Nachdenkens weiter an, während ich mich weiter an meine
jetzige Lage "gewöhne" und langsam wieder den einen oder anderen klaren Gedanken fassen kann.

"Na, ich denke für einen ersten kleinen Ausflug muß es nichts wahnsinnig aufregendes sein, oder?"
neckt sie mich und steht kurze Zeit später in dem langen engeschnittenen schwarzen Kleid da,
was sie sich erst letztens aus einem Katalog bestellt hatte. Ich bin unglücklich. Bis auf die
Knöchel und die Füße bin ich komplett vom Kleid bedeckt... nur ab und an ist etwas mehr von mir
durch den hohen Seitenschlitz zu sehen.

Anne kommentiert meine Gedanken wieder mit einem amüsierten Lächeln und einem Kußmund, dann
schlüpft sie schnell in die ebenfalls schwarzen Riemchensandaletten, die ich an ihr immer so
bewundert habe. Ein ganz anderes Gefühl für mich nun... die Schuhe umschlingen und umklammern
mich, erst recht als Anne die Schnallen geschlossen hat. Meine glatte "Haut" auf der ebenfalls
glatten Oberfläche der Sandaletten, das "Gefühl", auf Zehenspitzen in den hochhackigen Schuhen
zu gehen... ohhhh es ist so schön(!) und so aufwühlend ... wenn ich mich nur nicht so klein
und hilflos dabei fühlen würde.

Und das Laufen erst! Das Kleid streicht über meinen ganzen Körper, hier und da ein Luftzug,
die Schuhe(!!) an meinen "Füßen" - und das alles kombiniert mit dieser absoluten Abhängigkeit
von Anne's Bewegungen! SIE ist es die geht, die sich bewegt, die MICH bewegt.

Erst in der Straßenbahn nehme ich etwas mehr von meiner Umgebung wahr, Anne hat sich mit einer
Freundin getroffen, beide stehen im Gang und unterhalten sich. Sieht sie denn nicht, wie ich,
äh .. ich meine sie ... hm ... WIR(?) angestarrt werden? Die ganzen Leute aus der Straßenbahn
scheinen mich zu kennen und zu wissen, daß ICH es bin! Ich: jetzt eine Strumpfhose! Da: hat
mir da nicht jemand zugezwinkert? Und die herabgezogenen Mundwinkel der jungen Frau zwei Sitze
weiter: die sind doch für mich bestimmt!

Oh Gott! Und nachher steigt Anne ja auch noch aus! Die ganze Stadt wird mich sehen! Was sage
ich: die ganze Welt...

Oh könnte ich mich doch verstecken... es hilft gar nichts, daß ich mir versuche einzureden,
daß ich ja wie eine ganz normale Strumpfhose aussehe... ein Glück, daß Anne das lange Kleid
angezogen hat!

Wie zum Hohn stellt sich Anne anders hin und natürlich so, daß ein großer Teil von mir durch den
Schlitz im Kleid sichtbar wird: uuhhhh ohhhhh! Anne!!!! Das war doch mit Absicht!

...

Der Film im Kino war grauenvoll - irgend so eine Lovestory. Aber Anne und ihre Freundin haben
sich prächtig amüsiert. Hin und wieder nestelte Anne wie zufällig an ihrem Kleid herum... aber
ich WUSSTE, das machte sie mit Absicht. Und auch ihre Füße konnte sie nicht stillhalten in den
Riemchensandaletten - merkte sie denn nicht, was sie damit bei mir auslöste? Na wenigstens war
es dunkel...

...

Nach einem kleinen Abstecher zum Italiener gleich neben dem Kino - naja, was heißt klein ...
immerhin aßen die beiden eine ganze Weile und ein halber Liter Wein wurde auch alle. Aber
es war so schwer, über Zeit nachzudenken... wieviele Stunden hatte doch gleich ein Tag? Das
war irgendwie so ... nebensächlich.

Mit der Zeit gewöhnte ich mich mehr und mehr an mein Dasein. Ich akzeptierte Anne's andere
Sachen als so etwas wie meine "Kollegen" - und ich war eben ein's ihrer Kleidungsstücke. Niemand
sprach mich an - alles was wirklich wichtig zu sein schien, war meine pure Existenz als DING,
war, daß ich gut aussah. Anne's Beine und Füße steckten in mir, sie bewegte mich und hatte
ihre Freude daran. Sie wollte, daß ich mich einfach wie jede andere ihrer Strumpfhosen
"verhielt" - nicht mehr und nicht weniger.

Ihr Verhalten am Abend, als wir wieder zuhause waren, bestätigte das voll und ganz. Müde
streifte sie ihre Sachen ab, mir erging es nicht anders als dem Kleid, dem Slip, dem BH, den
Schuhen usw. - zusammen mit "allen anderen" lag ich auf einem Stuhl neben ihrem Bett und sah
zu, wie sie sich einkuschelte, gähnte und das Licht ausmachte.

Das einzige, was mich ein wenig versöhnte, war das gemurmelte "Schlaf schön, meine Süße!".

...

So schön der gestrige Tag war - ja: schön(!), zu meiner eigenen Überraschung dachte ich so,
als ich noch vor Anne aus einem Halbschlaf erwachte - so sehr machte es mir zu schaffen,
daß ich heute immer noch eine Strumpfhose war. Ich meine - was würde jetzt geschehen? Würde
mich Anne nochmal tragen? Glaube ich nicht... also was?

'Anne' dachte ich und betrachtete sie liebevoll, wobei ich auch bemerkte, daß ich mehr in
Richtung ihrer Beine dachte als früher... herrje(!) geht mir das denn nicht mehr aus dem Kopf?!

"Morgen..." murmelte Anne, blinzelte und kuschelte noch ein bischen 'muß sie denn nicht auf
Arbeit?' dachte ich.

"Doch nicht am Sonntag, du Dummchen" sagte Anne nachsichtig und ein bischen vorwurfsvoll,
"aber wie kannst Du das auch wissen, nicht wahr?" - jetzt kicherte sie schon wieder in sich
hinein. Meine Situation schien ihr einen Heidenspaß zu bereiten!

"Nana" versöhnlich kam es aus Anne's Richtung... "Du hast doch nicht etwa schon genug?" Oh doch,
wollte ich sagen, habe ich.

"Tja" war die schnippische Antwort "das tut mir jetzt aber leid, meine Hübsche, ich fürchte,
es ist noch nicht vorbei!" (Oh Mist, sie trug ja den Ring)

Sie zog mich nicht nochmal an. War ja klar ... dachte ich niedergeschlagen.

Zusammen mit der anderen Wäsche wurde ich durch die Gegend getragen - wohin nur? Untergebuddelt
unter Dutzenden anderen Kleidungsstücken konnte ich mir keinen Reim darauf machen, bis mich
Anne hochhob, kritisch im Licht besah und dann zusammengeknüllt in ein kleines Nylonsäckchen
steckte. Was...?

Es rumste. Ruhe. Und dann wurde ich naß! WASSER! HIIILFE!

Oh - Anne muß sich köstlich amüsiert haben. Ich ertrank natürlich nicht, und glücklicherweise
wurde mir (wenigstens ein Vorteil) auch nicht schlecht in der Waschmaschine.

"Soooo" Tageslicht dringt an meine "Augen". "Na siehst Du, war doch halb so schlimm!"

'AU' Klipp Klipp! Und schon baumle ich auf der Wäscheleine, in einer Reihe mit ein paar anderen
Strumpfhosen, Anne's Slips und Hemdchen. Die Sonne scheint, es weht ein wenig Wind. Anne stellt
den Wäschekorb weg, der unvermeidliche Kußmund in meine Richtung und lächelnd geht sie weg um
sich ein paar Meter weiter in die Hängematte zu legen.

Eigentlich möchte ich toben - da will ich auch liegen!

Eigenartigerweise bin ich überraschend ruhig. Es ist so ... richtig. Obwohl ich WEISS, daß das
nicht sein kann! Aber nun ja, MEIN PLATZ ist eben der zwischen den anderen Wäschestücken. Und
immerhin sehe ich meine geliebte Anne ja noch.

Anne winkt in meine Richtung. In ihrer Hand erkenne ich ihre "Mitschriften" meiner Fantasien...
Und ich kann mich förmlich noch hören als ich damals fragte: 'Wie mag es sich wohl anfühlen,
zwischen all der anderen Wäsche auf der Leine zu hängen?'
"Trockne schön!" ruft sie und lächelt, während sie darin blättert.


                *** Die Tage vergingen ... ***


Eine detaillierte Schilderung aller meiner "Abenteuer" würde hier sicher zu weit führen, es
soll ja auch noch Platz für die Phantasie des geneigten Lesers bleiben. Es war - nach einigen
Startschwierigkeiten - eine schöne Zeit.

Nach einigem Hin-und-Her stellte sich so etwas wie Routine ein. Anne wurde immer deutlicher
zum Mittelpunkt meines Lebens. Sie war sooo lieb. Wirklich. Nach und nach ließ ich unter ihrer
Führung immer mehr los von meinem früheren Leben und begann immer mehr tatsächlich wie eine
Strumpfhose zu denken und zu fühlen. Klingt komisch ich weiß, aber das genau war es, was ich
als eine meine Fantasien einmal zu ihr gesagt hatte: "... und stell Dir vor, nach einer Weile
werde ich beginnen, wie eine Strumpfhose zu denken, vielleicht sogar zu fühlen, wie würde das
wohl sein?"

Ob ich das wirklich wollte, hat mich Anne oft gefragt. Ja, habe ich gesagt, ich will es aus-
probieren, wie es ist, als Strumpfhose zu leben. Und dann schwärmte ich ihr vor, wie schön es
sei. Und das war nicht gelogen. Ich liebte ihre Beine. Es tat sooo gut, wenn sie mich anzog,
wenn wir spazierengingen und ich einfach sooo nah bei ihr war, wie nur irgendetwas.

Nunja, es war auch, ... also manchmal wenn Anne keinen Nerv dafür hatte, dann steckte ich tage-
lang in "meiner" Schublade. Oder auch dieser "Anmachfimmel". In einem Cafe zum Beispiel letztens.
Anne sitzt an einem kleinen Tisch, "wir" hatten einen Einkaufsbummel hinter uns (auch so etwas,
was ich jetzt OFT tat: shoppen, naja) und Anne ißt ein Eis. Als wäre das noch nicht genug. Oh
wie gerne hätte ich auch mal ein Eis gegessen! Da waren diese beiden Italiener zwei Tische
weiter. Daß Anne mit Ihren Pumps "spielte", daran hatte ich mich ja schon fast gewöhnt, immer
mal dieses mit dem Hacken raus- und reinschluppen oder einen Schuh auf den Zehen wippen lassen.
Daß ich das auch fühlte, das war ihr scheinbar nicht klar - oder doch? Jedenfalls neulich
zupfte und strich sie immer mal wieder an mir herum, konnte nicht stillsitzen - dachte ich erst.
Bis ich merkte, daß sie das mit Absicht tat! Sie wollte Aufmerksamkeit! Sie flirtete! Urrgghh.
Was für ein Gefühl! Ich wußte nicht, ob ich stolz sein sollte (mein "Strumpfhosen-Ich" war
glücklich) oder rot werden und wegrennen. Letzteres ging nicht, ok - aber ich meine, das
waren schließlich Männer(!) dort - und Anne präsentierte MICH ihnen in einer Art und Weise...
also mir fällt dazu nur "aufreizend" ein. Und überhaupt fand ich, daß Anne in letzter Zeit viel
... hm ... unbeschwerter war, lockerer, sie kleidete sich ... sommerlicher - ach ich weiß auch
nicht, wie ich es beschreiben soll.

Die anfängliche Abneigung von Anne gegen diese "Strumpfhosengeschichte" hatte sich, aus meiner
Sicht jedenfalls, komplett in Luft aufgelöst. Sie hatte mich als Kleidungsstück akzeptiert,
so wie ich es auch - oh Gott wie lange ist das her - mal gewollt hatte oder zumindest gesagt
hatte, daß ich es wollte.

Ich war nun immer seltener und immer weniger der Peter, der ich einmal war. Anne neckte mich
damit, mich ab und an an meine frühere Vergangenheit zu erinnern, zeigte mir Fotos und Videos
von uns beiden, besuchte Plätze, an denen wir früher gemeinsam waren. Sie las mir aus Büchern
vor und brachte mir viele Dinge in Erinnerung, die ich immer weiter verdrängt hatte als
Strumpfhose und dann, wenn ich wieder mehr Peter als Strumpfhose war, machte sie mir meine
Situation klar. Erst in diesen Momenten begriff ich, was wirklich geschehen war, wie oder
eher zu was ich geworden war. Hätte ich weinen können, ich hätte geweint.

Doch Anne tröstete mich. Sie machte weiter, ließ mich über Nacht im Wohnzimmer liegen bei
laufendem Fernseher und langsam bekam ich wieder mit, was in der Welt so passierte. Ich
konnte mich vereinzelt mit ihr wieder über andere Themen unterhalten als die eher beschränkten
Interessengebiete, die ich als Strumpfhose hatte.

Nach einer ganzen Weile war es fast so wie früher - nur, daß ich eben nicht laufen, essen etc.
konnte und anders aussah als früher. Selbst Scrabble haben wir wieder angefangen zu spielen.


                *** Der Abschied, für immer... ***


"Es ist noch etwas übrig" sagte Anne.

'Etwas übrig' fragte ich?

"Ja. Eine Sache, die ich noch nicht getan habe... und ich denke, jetzt ist es soweit."

'???' Ich verstand nicht.

"Ich habe alles arrangiert, mein Schatz - Du wirst sehen."

Und damit holte sie aus dem Schrank etwas hervor und sagte "Hier schau nur, das ist doch perfekt,
oder nicht?"

In der Hand hielt sie eine Strumpfhose. Neu, in einer dieser typischen flachen, etwa A5 großen
Verpackungen. Eine attraktive junge Frau rekelte sich auf dem Cover und zeigte VIEL Bein.

'Strumpfhose, 15DEN, seidig fein, mit ausgearbeiteter Ferse und Naht' las ich. Und:
'... wie ein zarter Hauch an Ihren Beinen ...'

Ich zitterte fast vor Erregung. Ein zarter Hauch ... klang es in mir.

Anne machte gaaaanz vorsichtig die Verpackung auf, ließ sich viel Zeit. Dann nahm sie die
Strumpfhose heraus und zeigte sie mir. Fein, leicht glänzend, schön...

Mit viel Sorgfalt strich mich Anne glatt, legte mich "Naht auf Naht" sozusagen und klappte
mich genauso zusammen wie die andere, neue Strumpfhose.

'Anne??'

Dann - nach einem langen Blick - schob sie mich vorsichtig in die Verpackung. Ohhhhh - was für
ein Gefühl, die Plastikverpackung auf meinem Körper zu spüren.

Kurz darauf klappte sie die Verpackung zu, achtete sorgsam darauf, den Klebeverschluß an der
gleichen Stelle wie vorher zu befestigen. Ein paarmal wurde ich kritisch hin- und hergewendet,
dann nickte sie zufrieden.

"Perfekt!"

'Anne?!' ich war unsicher. Es war AUFREGEND, aber ich hatte auch Angst. 'Was wird das Anne?!'

"Nun mein Schatz" Anne holte tief Luft, "das letzte große Abenteuer beginnt. Ich dachte erst
nicht, daß ich es tun würde, aber Gina - Du kennst doch Gina?"

'Gina?'

"Na Gina, Du weißt schon - wir haben sie letztens auf der Geburtstagsparty getroffen!"

Ich glaubte, mich erinnern zu können.

"Gina ist umversetzt worden. In die Strumpfboutique bei Karstadt! Das ist DEINE CHANCE!"

'Meine Chance? Strumpfboutique?'

Ohne ein weiteres Wort steckte mich Anne in ihre Handtasche und antwortete auch nicht weiter
auf meine Fragen... so konnte ich nur abwarten im dunkeln.

Dann wurde es wieder hell, Anne nahm mich aus der Tasche und legte mich auf einen Tisch. Eine
andere Frau (ach DAS ist Gina, dachte ich) musterte mich interessiert, dann fragte sie

"Und das ist wirklich...?"

Anne nickte.

'Ohhh Gott! Sie hatte es jemandem erzählt!'

"Nee, ich glaubs nicht." sagte Gina grinsend "aber wie auch immer - mir solls gleich sein.
Willst du dich noch von IHM verabschieden oder so?" fragte sie neckend Anne. "Ich bin gleich
wieder da."

Anne hob mich hoch, sah mich mit ihren lieben Augen an - waren sie etwa feucht?

'Anne!? Ich...'

"Psst" sagte Anne und legte einen Finger auf ihre Lippen. "Bitte nicht jetzt, bitte. Gina ist
gleich zurück, mein Schatz... oder meine Süße? Was ist dir lieber? Wir sehen uns dann gleich
wieder."

Da war Gina schon wieder zurück, eine Kiste in der Hand. Strumpfhosen. Eine lange Reihe. Alle
sahen so aus wie ich.

Langsam dämmerte es mir. Das konnte nicht wahr sein.

Gina nahm so ein Rollendingens in die Hand, stellte etwas ein und dann zack - zack - zack: eine
Strumpfhose nach der anderen bekam ein Preisschild aufgeklebt. Ich zuletzt. Zack!

Anne nahm mich, ging zu einem Spiegel und drehte mich so, daß ich mich sehen konnte. Das
Preisschild verdeckte ein bischen die Beine der auf der Verpackung abgebildeten Frau und zog
meine Blicke magisch an: "3.89 Euro".

'Drei Euro 89' flüsterte ich.

"Ja, das ist dein Preis. 3.89" Anne sagte es mit einem leichten Zittern in der Stimme.

'Oh Gott - ich habe einen Preis!'

Sollte meine letzte Fantasie wahr werden? Ich wurde ... gekauft?

Zehn Minuten später stand ich hübsch eingereiht in einem Regal. Links und rechts neben mir
andere Strumpfhosen, verschiedene Modelle und Größen. Ich konnte durch die durchsichtige
Plastikverpackung den Verkaufsraum überblicken... zwei Verkäuferinnen gingen noch hin und her,
sortierten hier und da etwas und füllten Regale nach.

Wo war Anne?

Da sah ich Gina. Zwei Regale weiter eine Kiste wie die, in der ICH vor 5 Minuten gelegen hatte
und Gina nahm Strumpfhosen heraus und sortierte sie in Regale ein.

Und dann sah ich Anne. Sie stand draußen - ich sah sie von innen durch das Schaufenster. Warum
kam sie nicht rein? Ich fühlte mich so allein und hilflos ohne sie? Wie als Antwort zeigte
sie auf ihre Uhr am Handgelenk. Ich begriff nicht.

Etwas später dann schloß eine Verkäuferin die Türen auf - 'Ahhh' jetzt war alles klar, es mußte
09:00 Uhr sein und der Laden machte gerade auf.

Die ersten Kunden kamen herein - oh Gott war ich aufgeregt! Kam Anne auch?

JA! Da war sie! 'Anne! Hier Anne!'

Anne ließ sich Zeit. Schlenderte hier und dorthin, warf ab und an einen Blick in meine Richtung,
stand schließlich vor mir.

'Ja!' dachte ich, als Anne mich - wie schon ein paar andere Strumpfhosen - musterte, die Auf-
schrift auf "meiner" Verpackung las und mich dann aus dem Regal nahm. Ich hatte schon befürchtet,
daß sie mich nicht erkennen würde oder daß eine andere Frau mich kaufen würde - scheinbar waren
"wir" eine neue Kollektion und die Regale erfreuten sich doch einem regen Andrang.

"Also dann mein Schatz" Anne flüsterte, ich konnte sie kaum verstehen "dein letztes großes
Abenteuer."

'Ja' sagte ich glücklich.

"Freust du dich?"

'Oh ja' sagte ich.

"Das ist gut." Anne nickte und klang erleichtert. "Ich freue mich für dich, es wird bestimmt
toll."

??? Was meint sie?

Mit diesen Worten steckt sie mich zurück in das Regal.

"Ich kann nämlich nicht mehr. Weißt Du ... es mag ja eine schöne Zeit gewesen sein, aber sieh
mal, ich bin eine Frau... und ich brauche mehr als nur eine Strumpfhose."

??? Was ??? Verwirrung.

"Ich wünsche Dir ein schönes glückliches Leben... es wird bestimmt eins werden, du wirst sehen.
Du weißt ja, am Anfang wirst Du dich noch wehren, aber später dann..."

Annes Stimme zittert, ihre Augen glitzern, sie streicht mit einem Finger über meine Verpackung
an der Stelle, wo ich durchgucken kann.

'Anne - ich..?!'

"Darf ich?" eine fremde Stimme.

"Sicher!" sagt Anne und räuspert sich.

Lange schlanke Finger, hell lackierte Fingernägel mit kleinen Mustern... das ist nicht Anne's
Hand! Und dann werde ich hin und hergewendet, eine junge Frau liest auf meiner Verpackung,
nickt und nimmt noch eine weitere gleiche Strumpfhose aus dem Regal, dann geht sie zielgerichtet
zur Kasse.

'ANNE!!!'

Ich erhasche Anne's Gesicht - sie lächelt, ein wenig künstlich finde ich...

Ein verstecktes Winken,
ihre Lippen bewegen sich...

Auf Wiederseh'n?
Und ein Kußmund...


Dann lande ich kopfüber auf einem Tisch, fremde Hände zerren mich herum, grelles rotes Licht:
PIEEP. PIEEP.

"Das sind dann 7.78" sagt die Verkäuferin an der Kasse. "Brauchen sie noch eine Tüte?"

OH GOTT! Jemand hat mich gekauft! Wie ein DING! Aus dem Regal genommen und gekauft! Einfach so!

"Nein danke, geht schon" höre ich meine neue Besitzerin sagen.

'A N N E ! ! ! Bitte - Anne. Ich bin doch ... errm - Anne bitte! ... Anne ... '

Kein Rufen, kein Betteln, nichts nützte.


                    ***   ***   ***

Ich landete im Schrank. Keine Gespräche, kein Radio, keine Bücher. Der einzige Trost den ich
hatte war ein leises Mantra, das in meinem Hinterkopf herumgeisterte "ich bin eine ..."

...

Dann das "erste mal" ... ohhh ich wußte, was das mit mir anstellen würde...

Es war egal, daß es nicht Anne war. Ich wurde angezogen. Und das unvermeidliche passierte:
Freude. Glück. All dies durchströmte mich. 'Ich bin eine STRUMPFHOSE!!! Ja.'

Und ich wußte, daß es diesmal kein Zurück geben würde. Keine Anne, die mich an mein früheres
Leben erinnerte...

Aber ohhhh - es ist ja soooo schöön!

Hmm - lacklederne Pumps. Oh ja!

Schöne Beine.

'Ich möchte gut aussehen für meine Trägerin'

...

'Es ist schön eine Strumpfhose zu sein'

...

'Ich bin eine Strumpfhose.'

Ja.